geschlossen
Wie reagiert man auf rassistische Kommentare bei Facebook?

Wie reagiert man auf rassistische Kommentare bei Facebook?

21. September 2015

asyl_facebook02

Im Grunde ist es immer das gleiche Schema. Jemand postet oder teilt etwas zum Thema Flüchtlinge oder Asyl und mindestens einer wird sich finden, der etwas Abwertendes zum Thema zu sagen hat. Was antwortet man solchen rassistischen Sprücheklopfern?

Gegenargumente anbringen

Rassistische Kommentare sind stets ein Zeichen von Schwäche. Sie entstehen aus Angst und Unwissenheit. Man kann versuchen, diese den Mitmenschen zu nehmen, indem man Gegenargumente und Fakten nennt. Besonders im Netz hat man Zeit und die Ressourcen, Fakten zu recherchieren.

Rational statt emotional

Niemand hört gern, dass er ein Nazi ist. Schließlich hat man doch, bis auf wenige „Abers“, gar nichts gegen Ausländer. Wer also auf einen rassistischen Kommentar reagiert, sollte mit Emotionen seitens des Rassisten rechnen. Hier ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und weiterhin rational zu argumentieren.

Tipps von der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gibt mit einer Wandzeitung Tipps, wie man rassistischen Kommentaren begegnen kann und nennt die häufigsten Vorurteile. „Ausländer nehmen den Deutschen die Jobs weg und sind krimineller?“ Bei der bpb gibt es Anregung zur Gegenargumentation.

Gegenfragen stellen

Wenn sich der Rassist von Fakten unbeeindruckt zeigt, kann ein Hinterfragen helfen: „Woher weißt du das? Wie kommst du zu dieser Aussage?“, bringt rassistische Sprücheklopfer oft ins Straucheln.

Ironie

Ironie setzt ein Mindestmaß an Intelligenz beim Empfänger voraus. Daher ist nicht jeder Sprücheklopfer für diese Art der Gegenargumentation geeignet. Aber versuchen kann man es ja mal: „Ausländer nehmen dir deinen Job weg? Ich wusste gar nicht, dass du früher eine Dönerbude hattest.“ Beliebt und in sozialen Netzwerken schon oft geteilt: „Natürlich nehmen dir die Ausländer den Job weg. Aber wenn jemand ohne Sprachkenntnisse, Geld und Kontakte dir den Job wegnimmt, bist du vielleicht einfach nur…“ Wir sagen an dieser Stelle mal „ungeeignet“.

Redaktion

Redaktion

Wir sind das Team von stawowy media, einem Dresdner Redaktionsbüro unter Leitung von Peter Stawowy. Seit 2010 betreiben wir unter anderem das unabhängige Medienblog Flurfunk Dresden, 2014 ist erstmals unser gedrucktes Magazin Funkturm erschienen. Dieses Faktencheck-Blog zum Thema Asyl ist aus der Frage geboren, was wir tun können, um die hitzigen Diskussionen zu versachlichen.

Kann jeder zu Hause Flüchtlinge aufnehmen?

Was passiert, wenn ein Asylantrag abgelehnt wurde?

Kommentar hinterlassen