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Wie kommen Flüchtlinge nach Sachsen?

Wie kommen Flüchtlinge nach Sachsen?

16. November 2015

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Nach dem Königsteiner Schlüssel muss Sachsen 5,1 Prozent der Asylbewerber aufnehmen. Doch wie kommen diese Schutzsuchenden eigentlich in den Freistaat?

Die großen Fluchtrouten

Je nach Herkunftsland legen die Flüchtlinge zunächst unterschiedliche Routen zurück. Syrer, die die größte Gruppe der Asylbewerber in Sachsen ausmachen, fliehen überwiegend über die „östliche Mittelmeerroute“, die zunächst nach Bulgarien, Griechenland oder Zypern führt. Danach geht es über die „westliche Balkenroute“ weiter nach Deutschland. Diese unterschiedlichen Fluchtrouten erklären wir im Beitrag „Über welche Wege gelangen Flüchtlinge nach Europa?“.

Viele Wege führen nach Sachsen

Die „westliche Balkenroute“ führte die Flüchtlinge bis September 2015 weiter nach Ungarn. Seit die ungarische Regierung Grenzzäune errichtet hat, hat sich die Route allerdings verschoben. Viele Menschen fliehen nun über Kroatien und Slowenien weiter nach Österreich; wenige über die Ukraine, Slowakische und Tschechische Republik. Das Ziel, das fast alle eint: Deutschland.

Das Tor nach Deutschland: München

In Österreich werden seit einigen Monaten Züge für Flüchtlinge bereitgestellt, die sie weiter nach Deutschland bringen. Der nächste Halt ist dann München. Ab dort gilt der Königsteiner Schlüssel: Eine gewisse Quote der Asylbewerber wird also weiter nach Sachsen transportiert. Dies geschieht überwiegend mit Zügen und Bussen. Auf Anfrage von asylfakten.de teilte die Landesdirektion Sachsen mit, dass allein im November bisher 5.074 Menschen aus Bayern im Freistaat angekommen seien.
Eine genaue Aussage zur Zahl derer, die über die tschechische Grenze kamen, sei nicht möglich, so die Landesdirektion weiter. Die Zahl aller sonstigen Zugänge belaufe sich im gleichen Zeitraum auf 1.894 Flüchlinge.

Redaktion

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Wir sind das Team von stawowy media, einem Dresdner Redaktionsbüro unter Leitung von Peter Stawowy. Seit 2010 betreiben wir unter anderem das unabhängige Medienblog Flurfunk Dresden, 2014 ist erstmals unser gedrucktes Magazin Funkturm erschienen. Dieses Faktencheck-Blog zum Thema Asyl ist aus der Frage geboren, was wir tun können, um die hitzigen Diskussionen zu versachlichen.

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