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Wie gefährlich ist der Islamismus in Sachsen?

Wie gefährlich ist der Islamismus in Sachsen?

3. August 2016

Der islamistische Terror hat im Juli 2016 die Bundesrepublik Deutschland erreicht. In Würzburg verletzte am 18. Juli ein afghanischer oder pakistanischer Attentäter vier Menschen in einem Zug und anschließend bei der Flucht eine Frau mit einer Axt schwer, bevor er von der Polizei erschossen wurde. In Ansbach sprengte sich am 24. Juli ein syrischer Selbstmord-Attentäter in die Luft und verletzte 12 Menschen. Beide Taten werden inzwischen als islamistisch motiviert eingeordnet, in beiden Fällen reklamierte die Terrororganisation IS die Akte nachträglich für sich.

Es waren die ersten islamistischen Anschläge in Deutschland – in einem Jahr, in dem in Brüssel und Nizza bereits dutzende Tote bei größeren Attentaten zu beklagen waren. Wir haben uns angesichts dieser Ereignisse und der damit einhergehenden, auch hier in Sachsen spürbaren Verunsicherung der Frage angenommen, wie sich die Situation eigentlich im Freistaat darstellt.

Mit einer 9-teiligen Infografik geben wir einen Überblick zur Frage, wie gefährlich der Islamismus im Sommer 2016 in Sachsen ist. Dazu haben wir die aktuellsten verfügbaren Statistiken von diversen Sicherheitsbehörden analysiert und aufbereitet.

Islamismus_Sachsen
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Redaktion

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Wir sind das Team von stawowy media, einem Dresdner Redaktionsbüro unter Leitung von Peter Stawowy. Seit 2010 betreiben wir unter anderem das unabhängige Medienblog Flurfunk Dresden, 2014 ist erstmals unser gedrucktes Magazin Funkturm erschienen. Dieses Faktencheck-Blog zum Thema Asyl ist aus der Frage geboren, was wir tun können, um die hitzigen Diskussionen zu versachlichen.

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4 Kommentare

  1. Ihr nennt diese Seite „Asylfakten“ und stellt hier aber eine Frage, die niemand mit Fakten beantworten kann: Wie gefährlich ist der Islamismus in Sachsen? Dazu gibt es keine Fakten, außer dass es hier glücklicherweise noch keinen islamistischen Anschlag gab. Man erfährt in Euren tollen Grafiken, dass es viel mehr rechtsradikale Straftäter gäbe und dass es viel wahrscheinlicher wäre, an Grippe, im Haushalt oder im Straßenverkehr zu sterben. Was soll diese Verharmlosung? Mag sein, dass es mehr Rechtradikale gibt, aber Nazis sprengen sich nie in einer Menschenmenge in die Luft. Gegen Grippe kann man sich impfen lassen. Sagt Ihr den Hinterbliebenen der Opfer aus Nizza auch, dass es viel mehr Verkehrstote gäbe? Möglicherweise gibt es auch in Pakistan und im Irak viel mehr Verkehrstote als Opfer islamistischer Anschläge. Und? Was nutzt das den Opfern?

    Die Frage auf der letzten Grafik „Was nutzt mir das jetzt?“ lässt sich einfach beantworten: Gar nichts.

    1. Hallo Herr Stefan,
      tatsächlich ist die Faktenlage bei diesem Thema schwierig und vieles bleibt im Ungewissen. Wir haben uns dennoch entschlossen, darzustellen, was bekannt ist. Und in Bezug auf die Gefährlichkeit gibt es eben doch einige Anhaltspunkte – etwa die Zahl der Gefährder, der vom Verfassungsschutz erfassten Personenpotentiale oder der bisher demonstrierten Gewaltbereitschaft durch Islamisten in Sachsen.
      Die Einordnung der tatsächlichen Gefahr für jeden Einzelnen ist keine Verharmlosung, sondern fußt auf wissenschaftlichen Untersuchungen von Risikoforschern. Es ist unsere Art, dem Unsicherheitsgefühl mit Fakten zu begegnen. Übrigens gab es auch schon Nazis, die sich in Menschenmengen in die Luft gesprengt oder Amokläufe und Sprengstoffanschläge verübt haben. Aber es geht nicht um ein Aufrechnen, uns geht es um Einordnung. Und wie wir auch in der Infografik schreiben: Jedes Opfer ist eines zu viel, übrigens egal wo und welcher Nationalität.
      Wenn der Beitrag für Sie dennoch unnütz war, müssen wir damit leben.

      Viele Grüße aus der Redaktion.

  2. Warum nennt man eine Betrachtung über die Gefährlichkeit von Islamismus „Asylfakten“? Geht es darum einen Kurzschluss herstellen: Asylanten=Islamisten?

    Selbstverständlich sind Nazis weniger gefährlich, für die Einheimischen, die nicht „fremd“ aussehen. Der islamische Terror ist deshalb solch eine Bedrohung, weil wir „Biodeutschen“ auch davon betroffen sind.

    1. Hallo Herr Bemmann,
      nun ja, wir nennen ja nicht diesen einen Beitrag „Asylfakten“, sondern unser Blog ist schon seit knapp einem Jahr unter diesem Namen aktiv. Ein Titel für so ein Projekt braucht nun mal einen passenden Begriff – und letztlich geht es eben bei den allermeisten unserer Beiträge um Fragen, die im Zuge der aktuellen Asyl-Debatte gestellt werden.
      Dem Thema Islamismus haben wir uns gewidmet, weil es in diesem Sommer ein sehr relevantes Thema geworden ist und es leider auch Überschneidungen zu Fragen rund um Asyl und Flüchtlinge gibt.
      Ich denke, unsere Ausarbeitung hier in den Infografiken verdeutlicht durchaus, dass es uns nicht um einen „Kurzschluss“ geht, sondern um die möglichst umfassende Darstellung dessen, was an Fakten zum Thema bekannt ist.
      Ihrer Rechnung, ob „fremd Aussehende“ oder „Biodeutsche“ gefährdeter sind, schließen wir uns ausdrücklich nicht an. Es sind stets Menschen, die von Gewalttätern bedroht werden.

      Viele Grüße aus der Asylfakten-Redaktion

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