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Lesehinweis: Asylbewerber auf dem sächsischen Arbeitsmarkt

Lesehinweis: Asylbewerber auf dem sächsischen Arbeitsmarkt

31. März 2016

160331_arbeitsmarktIn Sachsen sind derzeit 5.500 Asylbewerber arbeitslos gemeldet, 1.700 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Das berichten die Dresdner Neueste Nachrichten (DNN). Zur Qualifikation dieser Menschen zitiert das Blatt den Chef der Arbeitsagenturen im Freistaat Klaus Schuberth: „Von den derzeit registrierten arbeitslosen Flüchtlingen habe die Mehrheit ‚keine abgeschlossene Ausbildung nach unserem Verständnis‘. Acht Prozent seien Akademiker, zwölf Prozent hätten eine Berufsausbildung im Heimatland durchlaufen. Die übrigen achtzig Prozent gelten formal als Helfer.“

Schuberth rechnet laut DNN damit, dass sich aufgrund der beschleunigten Asylverfahren in diesem Jahr deutlich mehr Asylbewerber bei den Agenturen melden werden. Eine Verdrängung deutscher Arbeitssuchender sei aber nicht zu befürchten, denn die Integration und Ausbildung der Mehrheit der Angekommenen brauche Zeit. Da schon heute über 30.000 Fachkräfte fehlen und die Zahl der arbeitsfähigen Einwohner Sachsens in den nächsten Jahren um 400.000 sinken dürfte, würden langfristig die Chancen auf Arbeit für alle steigen, so Schuberth: „Unabhängig von Religion, Hautfarbe, Herkunft oder sprachlichen Akzent. Deshalb unterstützen wir alle Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.“

Wie viele Flüchtlinge 2015 in Arbeit gekommen sind und wie die Integrationsmaßnahmen der Arbeitsagenturen funktionieren, ist im Beitrag „Arbeitsagentur-Chef: Asylbewerber verdrängen keine deutschen Jobsuchenden“ zu lesen.

Redaktion

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Wir sind das Team von stawowy media, einem Dresdner Redaktionsbüro unter Leitung von Peter Stawowy. Seit 2010 betreiben wir unter anderem das unabhängige Medienblog Flurfunk Dresden, 2014 ist erstmals unser gedrucktes Magazin Funkturm erschienen. Dieses Faktencheck-Blog zum Thema Asyl ist aus der Frage geboren, was wir tun können, um die hitzigen Diskussionen zu versachlichen.

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